




Gründerflimmern 2026: Zwischen Erfolg, Scheitern und ganz viel Gründergeist
Seit mittlerweile fünf Jahren bringt das Wiesenflimmern die Themen Gründung und Kreativwirtschaft auf die Wiese – und auch in diesem Jahr wurde daraus wieder ein besonderer Sommerabend mit spannenden Geschichten, ehrlichen Einblicken und viel Gelegenheit zum Austausch. Rund 40 bis 50 Gründerinnen und Gründer kamen in diesem Jahr auf die Streuobstwiese von Christoph Jestädt. Der Gastgeber führt die Wiese als selbsternannter „Gründer in zehnter Generation“ und sorgte gemeinsam mit seinem Team für einen entspannten Rahmen: Bei regionalen Getränken und Grillgut wurde diskutiert, gelacht, genetzwerkt und der Sommerabend gemeinsam ausklingen gelassen.
Wenn Kunst zum Beruf wird
Den Auftakt machte Marco Wagner. Der Künstler und Illustrator gab Einblicke in seine Arbeit und seinen Weg in der Kreativwirtschaft. Seine Auftraggeber und Projekte sind dabei alles andere als gewöhnlich: Wagner hat unter anderem für den Playboy, das Bistum, Beate Uhse und die Evangelische Kirche gearbeitet. Hier gehts zu seinen Arbeiten: Marco Wagner
Dass sich die Kunstszene verändert, ist für ihn selbstverständlich. Auch Künstliche Intelligenz gehört zu dieser Veränderung. Als Konkurrenz sieht Wagner KI jedoch nicht. Seine eigenen Arbeiten – darunter beeindruckende Bilder und Videos, die auf der Leinwand gezeigt wurden – machten deutlich, warum: Kreativität, Stil und die persönliche Handschrift lassen sich nicht einfach ersetzen.
Wenn es mal nicht läuft: Scheitern gehört dazu
Vom Erfolg ging es anschließend zu einer mindestens genauso wichtigen Seite des Unternehmertums: dem Scheitern. Sonja Schütz ist Mitveranstalterin der FuckUp Nights und weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht jedes Gründungsvorhaben zum Erfolg führt. Sie erzählte unter anderem von einem Café, das sie selbst einmal betrieben hat – und bei dem sie irgendwann feststellen musste: Ich fühle es einfach nicht. Eine wichtige Erkenntnis, die vielen Gründerinnen und Gründern wahrscheinlich bekannt vorkommt: Manchmal ist es richtig, ein Projekt zu beenden und einen anderen Weg einzuschlagen. Und auch ein gescheitertes Vorhaben kann eine positive Seite haben. Bei einem weiteren Projekt konnte Schütz steuerlich sogar Schulden geltend machen. Scheitern hat also nicht immer nur eine negative Seite – manchmal steckt darin auch ein neuer Anfang.
Zu Ihren F*ck Up Events: www.fuckupnightshanau.de
Gründergeist auf der Wiese
Genau diese Mischung machte das Gründerflimmern aus: Erfolgsgeschichten und Misserfolge, Kreativität und Unternehmertum, Inspiration und ehrlicher Austausch. Nach den Impulsen von Marco Wagner und Sonja Schütz blieb genügend Zeit zum persönlichen Kennenlernen. Bei regionalen Drinks und Grillgut wurde auf der Streuobstwiese von Christoph Jestädt weiter diskutiert und genetzwerkt. So wurde aus dem dritten Tag des Wiesenflimmerns ein Abend, der gezeigt hat, was Gründung auch bedeutet: Ideen ausprobieren, Chancen nutzen, Fehler machen, weitermachen – und sich gegenseitig unterstützen. Rund 50 Gründerinnen und Gründer nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Sommerabend in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.
Ein Abend voller Gründergeist – und ein schönes Zeichen dafür, dass die Gründerregion Fulda lebt.